Hypnosystemische Therapie und Beratung
Hypnosystemische Therapie und Beratung ist ein psychotherapeutisches Modell, das Methoden ericksonscher Hypnotherapie in systemische Beratungsansätze integriert. Die Grundidee dazu ist, dass beide Therapieansätze von dem nahezu gleichen Verständnis ausgehen, wie Veränderung im Patienten geschieht. Probleme werden, so eine Prämisse, autohypnotisch erzeugt, indem sie die Wahrnehmung einengen (Problemtrance). Der Therapeut verhilft zur Lösungstrance durch Fokussierung auf eigene Fähigkeiten.
Milton Erickson betonte immer, dass Hypnotherapie nur völlig natürliche, von allen Menschen permanent im üblichen Alltagsleben praktizierte Prozesse nutzt. In einer Hypnotherapie bzw. Beratung geschieht grundsätzlich nichts neues, es kann niemals von außen etwas “in den Menschen hineingebracht” werden, was nicht ohnehin schon längst als gelebtes Potential gespeichert ist. Da die Bedeutung der Botschaft immer vom Empfänger bestimmt wird, zielt das Erikson`sche Konzept darauf ab, durch viele offene, indirekte Angebote Menschen zu selbst organisierten Fokussierungsprozessen anzuregen und die Aufmersamkeit auf einen bestimmten Bereich zu lenken.
Gunther Schmidt, Facharzt für psychotherapeutische Medizin, leitet das von ihm gegründete Milton-Erickson-Institut in Heidelberg, Mitbegründer des Heidelberger Instituts für systemische Forschung und Beratung und der Internationalen Gesellschaft für Systemische Therapie (IGST). Schmidt hat nach langjähriger Zusammenarbeit mit Helm Stierlin und nach Hospitationen bei Milton Erickson seit 1980 das hypnosystemische Integrationsmodell entworfen und erfolgreich weiterentwickelt.
Es besteht eine Verwandtschaft der Methoden mit dem lösungsorientierten Ansatz nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg.
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